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Verhaltensregeln für die Fahrt im Sturm

Verhaltensregeln für die Fahrt im Sturm

So fahren Sie sicher im Sturm

Im Herbst wird das Autofahren ohnehin schon anspruchsvoller. Nasses Laub, starker Regen und schlechte Sicht erschweren die Verkehrsbedingungen wesentlich. Wenn sich dann ein Sturmtief dazugesellt, wird es schnell gefährlich. Wir haben für Sie zusammengefasst, wie Sie sich am besten Verhalten sollten, wenn Sturmböen mit bis zu 150 km/h am Wagen zerren.

Geschwindigkeit

Bei starken Böen das Tempo reduzieren

Wichtig ist es, mit der Witterung angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Wenn das Fahrzeug von einer Böe erfasst wird, muss man kontrolliert gegenlenken. Das fällt um einiges leichter, wenn man mit geringerer Geschwindigkeit unterwegs ist. Der ADAC empfiehlt eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Je nach eigener Fahrsicherheit sollte man die Geschwindigkeit weiter reduzieren.

Bäume meiden

Baumreiche Strecken sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Im ersten Moment scheint es logisch zu sein, in einem Wald zu fahren, schließlich ist man hier vor dem Wind geschützt. Aber der Schein trügt. Schon bei leichten Stürmen fallen mitunter große Äste auf die Fahrbahn und je nach Sturmböe, knicken auch mal ganze Bäume um. Wer da zur falschen Zeit am falschen Ort ist, hat keine Reaktionszeit mehr. Darum am besten direkt von Wäldern fern halten.

Auf Brücken besonders vorsichtig

Auf Brücken gilt erhöhte Alarmbereitschaft

Besonders stark weht es auf Brücken. Grund dafür ist die Höhe und dass der Wind ungehindert aufs Auto prallt. Häufig sind auf Brücken Windsäcke installiert. Mit diesen lässt sich der Wind besser einschätzen. Ansonsten geben aber auch immer Bäume oder Büsche Aufschluss über Richtung und Stärke der Böen.

Wachsam beim Überholen

Besondere Vorsicht gilt beim Überhohlen von Lastwagen und Bussen. Zum einen werden diese Fahrzeuge aufgrund der größeren Fläche, besonders von Böen beeinflusst. Darum sollte man immer mit kurzfristigem Schlingern oder Spurüberschreitungen rechnen. Zum anderen muss man sich darauf einstellen, nach dem Überholvorgang besonders hart „getroffen“ zu werden. Der Grund dafür: Während man zunächst im Windschatten des überholten Fahrzeugs fährt, wird das eigene Fahrzeug nach dem Überholvorgang voll vom Seitenwind erfasst.

Je mehr Fläche umso vorsichtiger

Dachlasten, wie z.B. Skiboxen, erhöhen aufgrund der größeren Aufprallfläche die Wirkung des Sturms. Besonders anfällig für Seitenwind sind Wohnmobile und Wohnwagengespanne sowie Busse und Lkw. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen.

Teilkasko greift bei Sturmschäden

Schäden am Auto, die durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste entstehen, können über die Teilkaskoversicherung abgewickelt werden. Viele Versicherer begleichen einen Sturmschaden aber erst ab einer bestimmten Windstärke. Wer auf einen umgestürzten Baum auffährt, geht bei der Teilkaskoversicherung leer aus. Hier springt, wenn vorhanden, die Vollkaskoversicherung ein. Delle am geparkten Wagen oder Schäden nach einer Kollision mit einem direkt vor das Auto stürzenden Baum muss der Fahrzeughalter notfalls mit konkreten Angaben vom Wetteramt untermauern.